Flensburg Seahawks erleben tolle Deutsche Meisterschaft im Volleyball


Das U18 Team der Seahawks 2017

Der ASV Dachau spielt im männlichen Jugendvolleyball der Altersklasse U18 in einer eigenen Liga und holt hoch überlegen nach dem U16 Titel von vor zwei Jahren auch den Titel bei der U18.
HERLZLICHEN GLÜCKWUNSCH dazu.  Die jungen Seahawks vom TSB Flensburg, die als VSG Flensburg-Adelby ihre Wettkämpfe bestreiten, waren dort mit Platz 7 zurückgekehrt. Dieses Mal blieb ihnen der Einzug ins Viertelfinale verwehrt.

Gleich zu Beginn trafen die von Jan Holtmann gecoachten Jungen auf den Deutschen Meister des Vorjahres, den VC Gotha. Dieser erzeugte einen hohen Aufschlagdruck und ließ die Flensburger kaum in Spiel kommen. Trotzdem konnten die Seahawks die Partie bis zum 14:12 bestimmen. In der Folge ließ die Annahmeleistung aber nach und Gotha gewann locker mit 25:18. Im zweiten Satz konnte Flensburg den Satz bis zum 10:10 ausgeglichen gestalten, ehe sich erneut Fehler in der Annahme häuften, die zum 22:25 führten.

Im zweiten Spiel der Vorrunde trafen die Flensburger auf den späteren Meister und hohen Favoriten ASV Dachau. Die Münchener Vorstädter spielten auf einem für Jugendliche unglaublichen Niveau. Solch einem Aufschlag- und Angriffsdruck waren die Seahawks bislang noch nie begegnet. Man lag schon 10:23 hinten, als Niko Rebhun mit sehr guten Topspin Aufschlägen eine kleine Miniserie gelang und so das Team noch auf 17:25 heranbringen konnte. Im zweiten Satz machte der Favorit dann aber Ernst, und beim 6:25 blieben die Flensburger chancenlos. Nun musste zum Schluss der Vorrunde das Team des Ausrichters Bitterfeld-Wolfen besiegt werden, sollte der Traum vom Viertelfinale weiter gehen. Nach unsicherem Beginn steigerte sich die Seahawks in der Folge und führten bereits sicher mit 20:13 als plötzlich die Annahme erneut wackelte und den Gegner Punkt für Punkt heran brachte. Am Ende aber retteten die Jungs um Teamkapitän Mattis Lehmann mit 26:24 zum Satzgewinn. Im zweiten Satz lief es entschieden besser. Durch eigene starke Aufschläge und konzentriertes Blockspiel konnte man sich absetzen und beim 25:12 den ersten deutlichen Sieg landen.

Als Tabellen Dritter traf man im Kampf um das Viertelfinale auf den Südwestmeister TuS Kriftel. Im bereits vierten Spiel des Tages sah man quasi eine Wiederholung des ersten Spiels gegen Gotha. Kriftel schlug ungewohnt stark auf. Flensburg hatte große Probleme mit der Annahme und konnte nur selten seine gefürchteten Mittelangreifer einsetzen. Bei den teils sehr jungen Spielern ließ der Glaube an eine mögliche neuerliche Sensation nach, den Sprung unter die besten Acht zu schaffen. Kriftel behielt beim 2:0 (14,17) jederzeit die Kontrolle. Nun sollte es also um die Plätze 9 bis 12 gehen.

Am Sonntagmorgen stand das Spiel gegen den Südmeister TV Bühl an. Die Jugendlichen, deren erste Herren in der 1. Bundesliga spielt, hatten überraschender Weise das Viertelfinale nicht erreicht. In einem Spiel auf Augenhöhe reichte die beste Turnierleistung der jungen Flensburger am Ende leider nicht, um die favorisierten Bühler zu schlagen. Der erste Satz ging durch zwei strittige Schiedsrichterentscheidungen mit 23:25 verloren. Im zweiten Satz spielten die jungen TSBer das beste Volleyball der gesamten Saison und gewannen verdient mit 25:21. Der Tiebreak blieb bis 11:11 offen, ehe erneut Annahmefehler Bühl mit 14:11 in Front brachten. Aber Flensburg kam noch einmal zurück. Ein knallharter Aufsteiger durch Melf Urban Nr.9, ein Superblock von Niko Rebun und ein Aufschlagass von wiederum Urban brachten den 14:14 Ausgleich, ehe es durch eine weritere fehlerhafte Annahme wiederum Spielball für Bühl gab. Den konnte Bühl glücklich verwandeln, weil das Schiedsgericht eine klare Netzberührung des Angreifer nicht gesehen hatte. Somit war ein einstelliger Platz für die Seahawks nicht mehr in Reichweite. Im abschließenden Spiel um Platz 11 gegen den Oldenburger TB war der Frust über das verlorene Spiel gegen Bühl anfangs noch spürbar. Flensburg fand zunächst nicht ins Spiel und verlor deutlich mit 16:25. Im zweiten Satz zeigten sich die Seahawks aber gut erholt und bestimmten in der Folge das Spiel und kamen zu einem verdienten 26:15. Im Tiebreak ließen die Flensburger Jungs nichts mehr anbrennen und holten sich mit 15:10 den verdienten Sieg und damit Platz 11.

Nach dem Turnier meinte Trainer Jan Holtmann: „Natürlich habe ich insgeheim mit einem besseren Abschneiden geliebäugelt. Aber bereits nach der Vorrunde war mir klar, dass unsere Möglichkeiten einfach nicht ausreichen, um mit der Elite im deutschen Jugendvolleyball mitzuhalten. Zu groß sind die Unterschiede in den Möglichkeiten der Spitzenvereine und bei uns, als dass wir hier eine realistische Chance gehabt hätten, weiter vorn zu landen. Wir haben gegen den Meister Dachau und den Dritten Kriftel verloren. Beide waren deutlich besser. Dachau spielte fast auf Bundesliganiveau. Mit den derzeit uns zur Verfügung stehenden Mitteln an Trainingshäufigkeit und Hallenmöglichkeiten ist ein Vordringen in die Spitzengruppe des deutschen Jugendvolleyball schlichtweg nicht möglich. Trotzdem bin ich nicht unzufrieden. Mein Team hat gegen machbare Gegner überzeugt und darf zufrieden die Saison beenden“

Für Flensburg bei der DM:
Mattis Lehmann(MF), Kjell Molzen, Taade Sönnichsen, Hendrik Michaelsen, Melf Urban, Marvin Holtmann, Jonathan Gräßmann, Niko Rephun, Paul Müller, Mika Jagdmann, Mads Jonas Kruse,
Piet Müller

 

Platzierung Mannschaft
1. ASV Dachau
2. Berliner TSC
3. TuS Kriftel
3. TSV Grafing
5. TuB Bocholt
6. USC Magdeburg
7. VC Hannover
8. Schweriner SC
9. VC Gotha
10. TV Bühl
11. VSG Flensburg-Adelby
12. Oldenburger TB
13. VC Dresden
14. VC Bitterfeld-Wolfen
15. FT 1844 Freiburg
16. TSV Speyer

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